Mitbestimmung

„Mitbestimmung“. Hierzu gehört u.a. der „Schülergelenkte Morgen- & Abschlusskreis“

Die Kinder führen ritualisierte morgendliche Besprechungen durch. Diese Morgen-
kreise werden immer von unterschiedlichen Kindern, den so genannten Kreischefs geleitet. Die Schülerinnen und Schüler nehmen sich als kompetente Personen wahr, die bereits ab Klasse 1 in der Lage sind, andere Menschen anzuleiten. Sie lernen dabei Rückmeldung zu geben und auch auszuhalten.

Ebenso gehört der Klassenrat für die Kinder zu einem ganz entscheidenden Bereich der Mitbestimmung.

In jeder Klasse führen die Lehrkräfte mit den Schülerinnen und Schülern den „Klassenrat“ durch. Er verläuft nach einem festen Ablaufschema. Die über die Woche in einem Klassentagebuch von den Schülerinnen und Schülern gesammelten positiven und negativen Ereignisse werden zunächst zur Kenntnis genommen. Die Kinder entscheiden dann durch mehrheitlichen Beschluss, welche Themen/Konflikte im aktuellen „Klassenrat“ besprochen und gelöst werden sollen. In einem Protokoll werden Vereinbarungen niedergeschrieben. Die Einhaltung dieser wird bei späteren Sitzungen überprüft.
Mit zunehmender Gesprächskompetenz der Kinder tritt die Lehrkraft als Leitung des „Klassenrats“ zurück. In der vierten Klassenstufe sollen die Schülerinnen und Schüler dann selbstständig dazu in der Lage sein, als Klasse einen „Klassenrat“ abzuhalten. So erfahren die Schülerinnen und Schüler Achtsamkeit und Anerkennung. Sie lernen, ihr Handeln vor der und für die Gruppe zu verantworten. Sie werden mit den Grundfertigkeiten demokratischen Handelns vertraut gemacht, Geduld und Toleranz werden geübt und tragen zu einem positiven sozialen Klima bei, in dem Entscheidungsfindung nicht auf Aggression, sondern auf Dialog beruht.

Die Kinder der Klasse 2b von Frau Bermpohl beschreiben dabei den Klassenrat wie folgt:

  • „Frau Bermpohl leitet den Klassenrat. Sie schreibt in ein Buch, was los ist. Der Klassenrat klärt Sachen. Der Klassenrat ist immer freitags. Klassenrat ist im Morgenkreis in der Lehrerzeit.“ (Eva)

  • „Wir besprechen im Klassenrat Sachen und regeln Streit. Wir besprechen Sachen für die Schule. Den Klassenrat führt Frau Bermpohl an. Wir haben ein Klassenrat- Buch. Wir haben ein Zauberwort, wenn man Streit hat, kann man es sagen.“ (Amalia)

  • „Der Klassenrat ist dazu da, um Sachen zu besprechen, zum Beispiel, wenn man Streit in der Pause hat. Frau Bermpohl leitet den Klassenrat. Wir haben ein Zauberwort, das heißt „Simsalabim“. Wenn wir Kunst haben, machen wir keinen Abschlusskreis.“ (Maxime)

  • „Der Klassenrat ist am Freitag. Wir sagen im Klassenrat, was gut und schlecht war. Und danach schreiben wir das alles ins Klassenrat- Buch.“ (Lui)

  • Aufgeschrieben von Dagmar Bermpohl (26.Januar 2018)

Dem Klassenrat übergeordnet ist der „Schülerrat“. Der Schülerrat tagt vierteljährlich.

Im Schülerrat treffen sich vierteljährlich alle Klassensprecher/innen der Schule mit der Schulleiterin. Die Arbeit des Schülerrates ist dabei ein offener Prozess. Mit Hilfe von Evaluationstechniken wird am Anfang des Schuljahres festgestellt, was gut ist an der Schule und was verbessert werden kann. Hieraus ergeben sich die Themen, an denen der Schülerrat arbeitet. Zudem tragen die Klassensprecher die jeweiligen Wünsche und Anmerkungen aus den einzelnen Klassen zusammen. Diese werden dann gesammelt, diskutiert und ggfls auf den Lehrerkonferenzen thematisiert.
So werden an der Schule u.a. eine neue Schul- und Pausenordnung erarbeitet.